Beiträge von Onkel Henry

    Was das Wort Verhältnismäßigkeit bedeutet, werden Gemeindevertreter, Bundes- und Landespolitiker, Automobilkonzernlenker und Dieselkunden lernen, wenn trotz bereits bestehender Fahrverbote die Stickoxidgrenzwerte überschritten werden. Es ist nämlich verhältnismäßig unwahrscheinlich, dass man die Grenzwerte einhalten kann, wenn man weiterhin jeden Tag von morgens bis abends tausende Fahrzeuge durch die Stadt zockeln lässt, deren Ausstoß pro km zwischen 500 und 4000 höher ist, als der Grenzwert pro Kubikmeter. Da muss schon eine ganz schön steife Brise wehen, damit das gutgeht.

    OH

    Ich musste jetzt erst noch einmal ausprobieren, was genau du meinst. Tatsächlich kann ich das Bild nach dem Aufrufen der Originalversion nicht mehr wegklicken. Wenn ich aber den Vollbild Modus wähle, brauche ich nur wieder auf das Bild zu klicken und es verschwindet wieder.

    OH

    Und Du meinstest sicher mit tauschen, dass die den MK4 in Zahlung nehmen, oder? Also einfach tauschen ohne Zuzahlung glaub ich nämlich nicht

    Wer weiß, vielleicht sind sie ja auf die praxisnahen Ossi-Lösungen beim Durchreparieren von so einem Auto scharf. Wenn man das so nachverfolgt hat, dann haben die sich ja wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert bei ihren dilettantischen Reparaturversuchen.

    OH

    Hm.....klickt den Link an, scroll etwas runter und lass mal wirken....finde den Fehler....

    Da muss ich nicht einmal runterscrollen. Ich schau mir nur die Parametrierung der abgebildeten Kurve an und vergleiche die mit den Wunschdaten darunter - da hat das eine mit dem anderen nix zu tun.

    OH

    Silberpfeil : Der EuGH hat solche Beschränkungen bereits kassiert. Wenn Gemeinden das wollen, können sie sogar Euro 6 Fahrzeuge aussperren. Stuttgart ist aber bekanntermaßen eine Autostadt und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn die auch Euro 5 und 6 Fahrzeuge aussperren würden, hätte das weitreichende Konsequenzen für die gesamte Region. Es gibt kaum eine Möglichkeit einem Fahrverbot in Stuttgart auszuweichen, denn alle Wege führen nahezu immer mitten durch die Stadt. Damit wären nicht nur jeden Tag Tausende Pendler betroffen, sondern auch jeglicher Lieferverkehr - ein GAU für eine solche Industrieregion. Die derzeitige Regelung läuft wohl unter dem Deckmäntelchen der Verhältnismäßigkeit.


    berni3 : Die Elektroautos werden wohl kaum dafür einspringen. Stattdessen erwägt man ja bereits eine CO2-Steuer. Das träfe vermutlich dann Millionen von Privathaushalten mit Öl- und Gasheizungen.

    OH

    Das hat vermutlich mit dem Motor selbst wenig zu tun. Da tippe ich eher auf den Starter selbst als Übeltäter. Wenn du handwerklich begabt bist, rate ich dazu, das Ding erst einmal auszubauen und anzusehen. Wir hatten hier schon Fälle, wo der Starter nur verdreckt war und nach einer gründlichen Reinigung wieder funktionierte.

    OH

    Nö, damit dürfte der Druckwandler gemeint sein, der vom PCM angesteuert wird und den Unterdruck auf die Druckdose freigibt. Die Dinger sind übrigens auch dafür bekannt, dass sie gern mal den Geist aufgeben, aber das ist meist dann mit Geräuschentwicklung verbunden.

    OH

    Wie in einem Beitrag im TV zu sehen war (BMW), hatte das Fahrzeug erhebliche Schadstoff-Werte NOx. Ein entsprechendes Nachrüst-Set konnte in den USA bezogen und eingebaut werden, der Platz war im deutschen Auto schon vorgesehen !!! . Die zweite Messfahrt brachte deutlich reduzierte Werte und das für gerade mal +/- 1500 Euro. Auch hier werden wir nach Strich und Faden verarscht.

    Der Beitrag ist ja hier auf Seite drei verlinkt und leider ist die Berichterstattung in diesem Fall mal wieder unvollständig. Es genügt nämlich nicht, einfach die entsprechenden Komponenten unter das Auto zu schrauben. In dieser Konfiguration hätte der BMW niemals die Abgashürde in den USA geschafft und damit ist klar, dass da mehr sein muss, als nur der Kat und der Adblue-Tank. Hier wurde auch die Abstimmung des Motors an diese Komponenten vorgenommen, die bei diesem Versuch unterblieben ist. Damit ist der Versuch faktisch für den Arsch.


    Wir sollten mal den tollen Prüfingenieur dazu befragen, ob dieses "umgerüstete" Auto in dieser Konfiguration mit den US-Teilen hier in Deutschland noch zulassungsfähig wäre. Die Antwort wäre sicherlich negativ, denn dazu wäre eine umfassende Prüfung des Umbaus nötig, der mit entsprechenden Kosten verbunden wäre.

    Ehrlich gesagt hasse ich solchen halbgaren Journalismus á la Frontal21 und es ist nicht das erste Mal, dass dieses Format mir diesbezüglich negativ auffällt. Mit ein wenig wohlwollender Recherche hätte man sehr schnell feststellen können, dass ein Autobauer eben nicht mal schnell etwas fürs Auto basteln kann, sondern im Sinne einer kundenfreundlichen Lösung immer eine Homologation für solche Umbauten erzielen muss. Ansonsten bleibt der Kunde nämlich auf den Folgekosten einer jeweiligen Einzelabnahme sitzen.


    Aber hätte man den Zuschauer mit diesen Wahrheiten konfrontiert, wäre das ja keine so schöne Autobauer-Bashing-Story geworden. Und dann wundern sich die Herrschaften von den Medien, wenn sie als Lügenpresse tituliert werden. Den selbst hochgelobten Qualitätsjournalismus der öffentlich-rechtlichen stelle ich mir jedenfalls anders vor.

    OH

    Wenn es dir nur um geringere Abgasemissionen geht, dann ließe sich da sicherlich etwas machen (siehe Post#38 auf Seite 2 dieses Threads). Ob das ganze aber dann auch vor Fahrverboten schützt, das wird dir keiner garantieren können.

    OH