Beiträge von Go4IT

    Weil ich jetzt schon so viel schlimmes über das wechseln, bzw. lösen des Traggelenkes gehört und gelesen habe...

    Also es geht um diesen Kammeraden hier:
     


    Egal ob Wechsle oder sonstige Reparatur wo das einfach nur raus muss, man sieht ja schon das es nicht einfach wird. Erstmal die Mutter losbekommen. Klar, halber Liter WD40 und ein paar Minuten warten ist obligatorisch. Dann einen, am besten Ringschlüssel ansetzen und hoffen das genug Spielraum zum drehen ist. Am besten gleich mit einer Verlängerung arbeiten? Oder klappts gar mit einer Ratsche?


    Wenn die Schraube dann runter ist kommt das eigentliche Problem, den Gelenkbolzen aus dem Schwenklager (Achsschenkel) raus zu bekommen. Hier habe ich schon die abenteuerlichsten Dinge gesehen... mit Hammer und Meißel druff, Brech- und Gabelstange aushebeln, etc. Man muss sicher auch unterscheiden ob man vor hat das Traggelenk später wieder einzusetzen oder zu erneuern.


    Fakt ist wohl das das sehr fest sitzt und man ordentlich Kraft braucht um es zu lösen. Bei solchen Anforderungen denke ich ja immer gleich an einen Abzieher/Abdrücker :-)

    Aber mein Bauch sagt mir irgendwie das solche Teile aus Guß für 12,95 € im Set wohl eher nicht für solche Belastungen geeignet sind ;-)


    Was käme da in Frage? Wie habt ihr es gemacht, bzw. wie sollte man es machen?

    Du bist ja ansich schon richtig vorgegangen, methodisch. Das ist auch der einzige Weg ohne sich in zahllose, meist spekulative Aktionen zu verlieren. Da weisst Du hinterher garnichts mehr.


    Also mit den großen Sicherungen anfangen, ohne vorab groß was zu tun. Also 30min. warten (10 sind etwas knapp) und dann nach dem Binärbaumprinzip die Sicherungen ziehen. Also eine Hälfte raus, meinetwegen die obere. Ist dann immernoch ein Stromfluss vorhanden, davon wieder die Hälfte. Irgendwann ist eine Hälfte dabei die den letzten Stromfluss unterbricht. Dann davon wieder die Hälfte einstecken bis Du die Hauptsicherung hast. Hört sich kompliziert an, aber nach 3-4 Durchgängen bist Du durch.


    Dann schauen was dran hängt und ob es da ggf. eine Unterverteilung gibt und dort das Spiel wiederholen. Irgendwann hast Du einen Strang und kannst den gezielt prüfen.


    Ich glaube weniger ans MCA als eher an etwas was den CAN-Bus wach hält.

    wird so nicht gehen. Erstens musst Du wenn Du alles abbauen willst auch die Antriebswelle und die Bremse abbauen, das Schwenklager hängt ja praktisch in der Luft.

    Ja, das war mir eigentlich klar das das so ist.

    Mein Vorschlag : Bremssattel ,Sattelträger und Scheibe (wegen Gewicht) runter. Schraube Antriebswelle raus. Spurstangenkopf und Koppelstange ab. Dreieckslenker am Hilfsrahmen abschrauben. Jetzt das Schwenklager mit Dreieckslenker langsam nach aussen ziehen und dabei die Antriebswelle vorsichtig aus der Radnabe drücken. Antriebswelle hochbinden. Nun kann man das Schwenklager vom Federbein lösen und ablegen oder das Federbein im Dom abschrauben und die Einheit als ganzes entnehmen.

    Das klingt jetzt vielleicht etwas komisch, aber genau so hatte ich es geplant :-) Ich war in diesem Punkt wohl nicht präzise genug beim formulieren. Aber gut nochmal die Bestätigung bekommen zu haben!

    Um den Kugelkopf vom Dreieckslenker aus dem Schwenklager zu bekommen braucht man einen guten Abdrücker..

    auf alle Fälle solltest Du die Umdrehungen Spurstangenkopf auf Spurstange zählen und wieder so einstellen.

    Das der Kugelkopf im im Lager fest sitzt habe ich auch schon oft gesehen und gelesen. Auch wie martialisch da mansche vorgehen, mit Hammer druff kloppen und so... auch das er trotz Ausdrücker geradezu rausschießen kann, also Obacht ist hier geboten! Danke aber nochmal für den Hinweis!

    Ich würde bei den Spurstangen nicht nur die Umdrehungen zählen sondern die Länge messen und die neuen markieren. Mir ist schon klar das hier jede Umdrehung zählt. Ich habe beim Fiesta schonmal die Köpfe gewechselt und da lag ich beim ausmessen wirklich nur knapp neben Idealpunkt, aber ich weiss auch nicht obs vorher gestimmt hatte ;-)

    Ich mache mir mehr sorgen das ich den Stoßdämpfer wieder genauso ins Schwenklager positioniere wie er war. Wenn man oben am Domlager schon auf einen 6° Winkel achten soll, dann darf ich da unten ja nicht rumaasen.

    das Video ist vom MK3 und damit nur bedingt nutzbar. Gerade die Bereiche Traggelenk und Domlager sind beim MK4 recht unterschiedlich. Achte bei der Montage des Domlagers auf die richtige Einbauposition, gab hier mal eine Anleitung dazu.

    Ja, ich habe alle ETIS-Anleitungen dazu und mir ist das bekannt mit dem leichten Versatz beim Einbau. Ich glaube das ich in Summe sehr präzise arbeite, solange es die aufzuwendenden Kräfte erlauben. Eher langsam und dreimal kontrolliert als einmal huschi huschi fertig sein. Da bin ich halt genauso gründlich wie bei meiner Elektronik. Man merkts ja auch an meiner ganzen Fragerei. Viele nervts und denken das ergibt sich doch alles, aber ich will es lieber genau wissen ;-)


    Bezüglich Video: Wäre ja an der Zeit das jemand die Lücke zum MK3 mal schließt. Vielleicht mache ich aber besser Bilder, denn sonst bräuchte ich nen Kameramann zusätzlich und an Bildern kann man später besser noch was ergänzen/korrigieren.


    > hilfsrahmen absenken

    sollte auch ohne gehen. Bin aber nicht sicher ob die Schrauben so raus gehen

    Das ist eine entscheidende Frage und nach wie vor offen! Die einen sagen so, die anderen so. Ich werde aber auf keinen Fall irgendwelche Pfuschlösungen durchführen, wie die Schrauben von unten reindrehen. Da hat sich der Konstrukteur sicher was bei gedacht die von oben zu machen und genau so soll es auch wieder sein...

    Die Kugelköpfe sind vom Hersteller gefettet, da bekommt man selbst gar kein Fett rein. Wenn die schon klappern sind die Schrott, da hilft auch kein Fett mehr.

    Das geht dann um einiges einfacher. Vor allem die Ohrschelle am Lenkgetriebe kann man besser pressen.

    Grundsätzlich klar. Ich bin nur irritiert weil z.B. in diesem Thread hier ein Bild von einer neuen Spurstange zu sehen ist und da ist im Gelenk doch reichlich Pampe zu erkennen: Klappergeräusch Lenkung

    Aber bei den von mir gekauften, originalverpackten, ist das eher trocken.

    Gut, dann also nun zur Vorderachse :-)


    Grundsätzlich ist mir klar was zu tun ist um die Federbeine zu wechseln. Ich mache die ja komplett, also Dämpfer, Federn, Manschette, Unterlagen, Teller und Lager (Schrauben natürlich auch :-) Ich werde die neuen Federbeine also vormontieren und dann praktisch nur komplett gegen die alten Austauschen.

    Zusätzlich erneuere ich noch die Querlenker vorn, komplett also das gesamte Teil, nicht nur die Buchse.

    Parallel dazu mache ich dann auch noch meine Spurstangen neu.


    Jetzt war die Frage der Reihenfolge, bzw. Wechselwirkung dieser Reparaturen.

    a) Meine Idee war das ich zunächst die Federbeine ausbaue, dann die Querlenker, anschließend die Spurstangen erneuere (weil ich glaube da dann am besten dranzukommen) und in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammen.


    b) Bekomme ich das dann halbwegs Spurstabil wieder zusammen sodass ich die 25 km bis zur Achsvermessung ohne größere Probleme fahren kann? Wenn ich Federbeine und Querlenker ausbaue dann lammers das Traggelenk (Achsschenkel) ja so lose rum (Bremssattel muss ja auch runter). Ich würde mir mit einem Stift die Einposition markieren bezüglich Höhe und Winkel des Stoßdämpfers im Traggelenk.


    c) Oder sollte ich anders vorgehen?


    d) Muss zum Wechsel des Querlenkers der Hilfsrahmen abgesenkt werden?

    Auch in diesem Thread ja nicht ganz eindeutig mit ja oder nein beantwortet. In einem Video zum MK3 (der dürfte was das Fahrwerk angeht doch recht änhlich sein?!) sieht das so aus als sollte man das tun:

    Bekomme (wohl) von BBG-AE185 eines geliehen. Ist zwar ein China-Teil aber wird sicher passen. Ich dachte zuerst ich kauf mir das selbst, aber musste dann feststellen das die Dinger auf ebay für 60-70€ alle für BMW oder andere Marken sind, nicht aber den MK4 und da ist die Werkzeugbuchse wohl speziell und Durchmusser muss halt auch passen und so...


    Das Teil hier passt wohl, ist aber nicht in Deutschland erhältlich: https://www.ebay.de/itm/Ford-M…51d5a0:g:DA8AAOSwjW5bWwBV

    Bei dem ist unklar obs auch für den MK4 passt: https://www.amazon.de/Satra-S-…d=1574060263&sr=8-1-fkmr2

    Ebenso bei dem https://www.ebay.de/itm/Volvo-…6a5674:g:ud8AAOSwlONdQYCp


    Aber ich denke das ich nun versorgt bin, sofern BBG das Teil so rausbekommt das ich es zum Freitag hin hab.

    Wenn ich so die "Selfmade-Videos" mit der Original-ETIS Anleitung für den Wechsel der Federn der HA vergleiche fällt auf, das sich dort keiner die Mühe mach die Federn mit einem Federspanner zusammenzudrücken und damit die ganze Demontage des Querlenkers zu entlasten, bzw. in ETIS sieht es so aus als könnte man die Feder mit Hilfe eines Federspanners sogar ohne irgendwelche Demontage auswechseln.

    Ich hab mir die Bücher früher auch gekauft, aber irgendwie waren die, gefühlt zumindest, näher an den Erscheinungsjahren dran und nicht erst 13 Jahre später...


    Aber zum Glück gibt es ja alternativen: Dieses Forum und das Wiki :-)

    Für das Silentlager also:

    2x 1534435



    Für diesen Federträger:

    2x den Bolzen 1377452 (5K987)

    2x 1381971 Sechskantmutter (HN1)

    2x 1377451 Unterlegscheibe (5K751)

    2x 6699982 Sechskantschraube (HB3)

    2x 1449544 Sechskantschraube (HS1)


    Gibt es da von Ford vielleicht auch einen kompletten Montagesatz zu?

    Danke für die Tipps BBG-AE185 !

    Dann besorg ich mir noch die Schrauben von den Silentlagern. Du meinst sicher die "HB1".

    Mit Hammer und Meißel arbeite ich ohne nicht (gern). Ich hoffe ja mal das mein Wagen (Garage, 200tkm) gepflegt genug ist das da nichts vergammelt/festgegammelt ist, aber das sind ja die kleinen Überraschungen bei solchen Reparaturen ;-) Also, ich will auf jeden Fall pressen, nicht schlagen!


    Da ich die Buchsen wechsle wenn die Stoßdämpfer und Federn draussen sind, sollte ich da ja gut dran kommen. Ich meine das da über der Buchse noch eine Verkleidung abzumachen ist?


    Und ja, ich werde so einen Getriebeheber nutzen um die Federbeine vor dem Festschrauben der ganzen Bolzen wird in die Position zu bringen in der das Fahrzeug normalerweise steht. Das habe ich bereits mehrfach gehört.


    Was ich auch noch holen werde ist eine Dose Bitumenspray um später alles wieder rostsicher zu versiegeln. Dieser Schritt fehlt in praktisch jeder Reparaturanleitung/Video und wird sicher gern auch von (freien) Werkstätten ausgelassen...

    Ja, ich meine diese hier:


    Klingt doch interessant. 10kg kosten mit DHL knapp 9,- €, wenns schwerer ist wirds teurer. Versandmarken würde ich erzeugen und zusenden.

    Was ist das denn für ein Werkzeug (Hersteller) und wie lange darf es weg sein? Aktuell habe ich noch keinen Termin weil ich noch alles vorbereite, aber in den kommenden 2 Wochen soll das erledigt werden.

    Über die Leihgebühr können wir ja per PN sprechen :-)

    Ihr wisst ja, ich will immer vorher ganz genau wissen wie es geht, was man braucht, wo es möglicherweise Fallstricke gibt die es zu beachten gilt, bevor ich die eigentliche Arbeit angehe... :-)


    Nun, die Hinterachse scheint etwas einfacher im Aufbau zu sein, also will ich jetzt damit mal beginnen. Grundsätzlich will ich die Stoßdämpfer (komplett, inkl. Lagersitz)und Federn wechseln. Falls in desolatem Zustand habe ich mir zum "spontanen" mitwechseln auch noch die Anschlagpuffer, Querlenker und die Lagerbuchsen besorgt.


    Für den Ausbau der Stoßdämpfer auf der Hebebühne brauche ich wohl nichts besonderes? Die Dämpfer sind wohl in diesem Zustand "entspannt" und ich löse einfach nur die untere und dann die oberen beiden Schrauben.

    Hier ist das ganz gut zu sehen:


    Als nächstes würde ich dann die Federn ausbauen, welche ja auch entspannt sein sollten.

    Hierzu finde ich dieses Video ganz gut:

    Habe gelesen das man die Schraube erst dann wieder richtig fest anziehen soll wenn der Wagen wieder eingefedert ist um Verspannungen zu vermeiden. In der ETIS Anleitung wird hierzu mit einem Getriebeheber und Holzklotz gearbeitet.


    Beim Querlenker wird es schon etwas aufwendiger, aber machbar. Hier habe ich ein Video vom Focus gefunden, aber das scheint beim MK4 genauso zu gehen:


    Und hier noch eines für die Längslenker-Lagerbuchse. Auch etwas aufwändiger:

    nicht in den Balg nur unter der Schelle an der Auflage.

    Oh, ich glaube Du hast Recht! Ja, dann sind es wirklich nur ein paar Gramm die man braucht für beide Schellen, also einmal innen im Balg und einmal auf der Welle. Das Fett dient dann ja nur Versiegelung gegen Staub und Feuchtigkeit.


    Da ich ja vor habe das im Zuge des Wechsels von Stoßdämpfer und Querlenker zu machen frage ich mich ob ich da nicht besser ran komme wenn ich erstmal alles zerlege, sprich Federbein raus, Bremssattel "aufhängen", Querlenker raus. Dann dürfte ich doch bei der Montage wesentlich mehr Platz haben zum ansetzen der Werkzeuge?

    Wieviel braucht man denn eigentlich fürs Axialgelenk? In der ETIS Anleitung ist keine Mengenangabe, nur wo man es hinschmieren soll. Halt aufs Gelenk und innen in den Balg. Da könnte also ganz schön was draufgehen...


    Und billiger ist das Kaffeeautomatenfett nicht, umgerechnet auf die Menge ist das vom Fordhändler deutlich billiger. Und 100g gehen da bestimmt mal drauf...