Vordere Stoßstange demontieren

  • Ich habs mir heute mal angetan weil ich beide Grills wechseln wollte. Der untere (hatte ich mal aus China bestellt) hat nach nur 3 Jahren doch deutliche Blasenbildung im Chromrand bekommen. Den oberen habe ich gegen die Variante mit ACC-Blende getauscht, in Vorbereitung auf den ACC-Retrofit.


    Also ich habe insgesamt gut 2 Stunden dafür gebraucht, aber hab auch ruhig und langsam gearbeitet und viele Fotos gemacht.


    Hier mal grob der Ablauf für den der das auch vor hat (nur FL):

    1. Unterbodenschutz vom Motor abschrauben (Pappe)
    2. Unterfahrschutz abschrauben (Plastikteil, direkt unten an der Stoßstange befestigt). Sind jede Menge Schrauben und vier Plastikdübel.
    3. Radhausschalen bis zur Hälfte lösen. Seitlich 2 Schrauben raus, sowie die Plastikmuttern. Die Radhausschalte herausdrücken. So erreicht man die beiden Schrauben die die Stoßstange mit dem Kotflügel verbinden. Auch diese rausschrauben.
    4. Motorhaube auf
    5. Obere Abdeckung vom Kühlergrill entfernen. Hierzu die zwei vorderen Plastikdübel raushebeln. Das Teil ist hinten (richtung Motor) nur eingeklickst.
    6. Die beiden Plastikdübel von den Haltearmen des oberen Grills raushebeln
    7. Bei Xenon: Am besten von unten auf der Fahrerseite den Spritzwasserschlauch vom Behälter kommend vom T-Stück in der Nähe der fahrerseitigen Scheinwerfer-Reinigungsdüse abziehen und mit einem Stopfen verschließen.
    8. Scheinwerfer ausbauen (JA, muss sein)
    9. Auf der Beifahrerseite den Kabelbaumstecker von der Kupplung trennen (liegt direkt unterhalb vom Scheinwerfer) und den Kabelhalter aushebeln
    10. Nun die beiden unter den Scheinwerfern freigelegten Halteklammern leicht hochdrücken, die Stoßstange ist nun frei!

    zu 1. und 2.)


    zu 3.)

       


    zu 7.)


    zu 9.)


    zu 10).


    Theoretisch geht das alles ohne Bühne, ggf. mit aufbocken oder kleinen Auffahrrampen. Mit Bühne ist es natürlich unten rum um vieles leichter. Das meiste macht man aber in der Tat ohnehin eher in Normalhöhe des Fahrzeugs. So wie oben geschrieben, wenn man es nicht zum ersten Mal macht, sollte die Stoßstange in 30 Minuten runter sein.


    Das sieht dann in etwa so aus:


     

  • Wenn man tot ist, ist das für einen selber nicht schlimm, weil man ja tot ist ... schlimm ist es für die anderen .... genauso ist das übrigens wenn man doof ist! :D

  • Nein, das ist nicht unbedingt dasselbe. Hier gings drum eine Anleitung ins Wiki zu stellen um ganz allgemein die Demontage der vorderen Stoßstange zu dokumentieren. Und wie schon Kolumbus sagte: "Viele Dinge sind einfach, nachdem es jemand gezeigt hat". Das man mit dieser Anleitung letztendlich auch die Grills wechselt kann ist klar, aber das ist eine andere Doku, die mache ich gerade. Auch hier gibt es ein paar Tricks mit denen man sich abgebrochene Halter und Clipse und viel Ärger ersparen kann...


    Was ich noch hinzufügen wollte ist, das die auch von Dir Ossi angesprochenen Muttern im unteren Bereich der Stoßstange (da wo diese mit der Radhausschale verschraubt sind) zumindest bei mir zwar auch Rost aufwiesen, sich aber ganz problemlos öffnen liesen, sogar ohne WD40.

  • Ich hatte eigentlich bei allen Mondis Probleme mit den Schrauben wo die Stoßstange mit den Kotflügeln verschraubt sind Diese Kunststoffteile mit den 2 eingesetzten Messingmuttern sind ein Witz.

  • Hohe Ingenieurskunst!!! Eisenschrauben in Messingbuchsen und die eingesetzt in Kunststoffteile:dash:

    Wenn man tot ist, ist das für einen selber nicht schlimm, weil man ja tot ist ... schlimm ist es für die anderen .... genauso ist das übrigens wenn man doof ist! :D

  • Hohe Ingenieurskunst!!! Eisenschrauben in Messingbuchsen und die eingesetzt in Kunststoffteile :dash:

    So schlecht ist die Kombi Stahl /Messing eigentlich nicht. Im konkreten Fall sind die Schrauben nur zu lang. Ein Stück Gewinde ragt aus dem Messing raus und verdreckt im Radkasten. Wenn man die Schraube raus drehen will zieht man den Dreck mit in die Messingmutter. Ich habe einfach kürzere Schrauben die nicht über die Buchsen stehen rein gedreht und seit dem keine Probleme mehr.

    Auch das mit dem Plastik ist gar nicht so dumm. Die fest sitzenden Schrauben hatte ich mit Akkuschrauber so lange gedreht bis sich die Messingbuchsen durch die Reibungswärme aus dem Plaste gelöst haben. Die Löcher im Kotflügel sind so groß das die Messingmutern durchpassen und so einfach aus dem Plaste ausgedrückt werden können.


    Aber sicher hätte man das auch anders (besser) lösen können.