Angepinnt Türmodule

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      Go4IT schrieb:

      da wird sogar an einem Drahstift für wenige Millicent gepsart,

      ist auch hier so, die Stiftkontakte sind direkt in die Leiterplatte gesteckt. Genau so viele wie für die Funktionen benötigt. Hat ein Modul eine Funktion nicht (z.B. Memory) fehlen auch die entsprechenden Pins.

      Go4IT schrieb:

      Es ging ja nur um die Frage was bei einem alten Modul mit allen Pins anders belegt sein könnte, als bei einem neuen Modul mit allen Pins.


      Das Buchsengehäuse ist 24polig (2 reihig). Beim 7GT9T.. sind aber max. 19 Steckerstifte belegt. Das alle 24 Pins vorhanden/belegt sind hat niemand behauptet. In den Gehäusen für 7G9T... sind nur 19 Löcher für Steckerstifte, 5 Stiftpositionen sind verschlossen. Auf den Leiterplatten sind die entsprechenden Anschlüsse ebenfalls nicht vorhanden. Damit sind die 19 Stifte die (funktionsbedingte) Vollbelegung.
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      Das klingt einleuchtend. Beim alten EF-Modul zähle ich auf den Bildern sogar nur 18 Stifte auf der linken, Ausgangsseite, vielleicht sieht man einen auch nicht richtig..



      Beim neuen hingegen habe ich max. ein EC gefunden (gibt es überhaupt eine EF Version?) und die hat 22 Pins, bei denen gut erkennbar zwei Zanhlücken sind.



      Somit ist mein Fehler klar. Ich hatte nicht richtig nachgezählt.

      Go4IT schrieb:

      Beim alten EF-Modul zähle ich auf den Bildern sogar nur 18 Stifte auf der linken, Ausgangsseite, vielleicht sieht man einen auch nicht richtig.

      Ich denke den sieht man nur nicht. Werd heute Abend mal schauen wofür Pin 4 (der Unsichtbare) zuständig ist.
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      Hier mal ein Bild zur Frage, ob und welche Pins man an einem Modul nachrüsten könnte. Zur Orientierung habe ich mit grün zwei Pins markiert.



      Rein optisch ist jetzt schonmal klar, das an dem vFL DDM die oberen vier Pins (1,2 sowie 13,14) nicht nachrüstbar sind. Hier ist schlicht kein Platz auf der Platine vorgesehen. Diese 4 Pins sind aber auch bis zur höchsten Modulversion "-EF" nicht bestückt. Ganz anders beim FL-Modul. Hier gibt es wohl Pin 1 und 13. Die Funktion ist mir jedoch noch unbekannt.

      Die gelb markierten wären theoretisch nachrüstbar. Dafür fehlen aber offensichtlich auch Bauteile auf dem Board.
      Pin 4 = (unbekannt)
      Pin 6 = MIRROR SENSOR SUPPLY
      Pin 7 = (unbekannt)
      Pin 17 = MIRROR FOLD IN (Spiegeleinklappmotor)
      Pin 18 = MIRROR SENSOR INPUT Y (Spiegelpositionssensor für Memoryfunktion Y-Achse)
      Pin 19 = MIRROR SENSOR INPUT X (Spiegelpositionssensor für Memoryfunktion X-Achse)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Go4IT“ ()

      Interessant sind auch die "Innereien" des Moduls (Details und Datenblätter habe ich im Wiki bereitgestellt: mk4-wiki.denkdose.de/grundlage…dule/7g9t-14b533-cd/start).



      Da gibt es zum einen den Steuer-Chip (A), einen NEC 70F3233M2(A). Über den weiss ich noch wenig. Ist schwer zu bekommen, selbst das Datenblatt.

      (B) ist hochinteressant. Das ist ein ST L9950XP, ein "Door actuator driver". Das ist Logik/Leistungsteil für Blinker, Bodenleuchte, Einsteigsleuchte, Spiegelmotoren (inkl Anklappmotor), Spiegelheizung, usw. Der Chip selbst kann "alles", ist aber eher dumm, da er über eine SPI-Schnittstelle seine Befehle vom uC (A) erhält.

      Den Anschluß an den MS-CAN Bus erledigt (C), ein Freescale MC33989DW "System Basis Chip with High Speed CAN Transceiver".

      Als Treiber für den LIN-Bus, an dem u.a. die Türschalter (Fensterheber) und das hintere Türmodul dran hängt ist (D) zuständig, ein NXP TJA1020 "LIN transceiver".

      Auf (E) finden wir ein serielles 1 kb EEPROM im ST M95080-W "8-Kbit serial SPI bus EEPROM". Was auch immer das Modul darin speichern mag. Für eine Firmware ist es zu klein und zu langsam, die stecker eher im uC (A) integriert. Es sind also irgendwelche Parameter. Vielleicht ist das auch schon für eine Memory-Funktion gedacht, auch wenn diese bei dem gezeigten Modul nicht enthalten ist. Aber auch die Anklappfunktion wäre laut Modulcode nicht enthalten, die Elektronik dafür ist aber drauf.

      (F) und (G) sind Leistungstreiber (BCP51 und D17NF03L Mosfets). Ich vermute einmal für den Fensterheber und einmal die Heizung, da diese ja ganz ordentlich Strom ziehen. Wozu das Relais oben rechts dient hab ich noch nicht rausgefunden.

      Zumindest dürfte schonmal klar sein, das der Funktionsumfang nicht nur an unbestückten Pins und Software liegt, sondern das hier wirklich Bauteile gespart wurden. Wenn mir mal ein vFL "EF" Modul in die Hände fällt (EF hat ja den höchstmöglichen Funktionsumfang) würde ich die Unterschiede feststellen.

      Auch reizt es mich noch an die Firmware ranzukommen. Die Chips haben meist irgendwelche Debug- und Programmier-Pins über die man die Firmware "mitlesen" oder auslesen kann. Natürlich gibt es hiergegen Schutzmechanismen der Chiphersteller, die mit sicherheit auch genutzt wurden. Aber es ist ein Angriffsvektor und die zahlreichen Cracker im Netz beweisen das es Methoden gibt den Schutz zu umgehen ("Power glitching", usw.). Das ist aber schon hohe Kunst. Vielleicht kauf ich mir mal so einen UCDS-Verschnitt für nen Hunni und schau auf dem CAN nach was das Ding treibt. Kann ja keine Raketentechnik sein. Ich denke mit nem CAN-Tracer bin ich da ganz schnell hinter wie man Firmware da drauf kriegt. Ein gewiefter Programmierer könnte dem Modul darüber auch eigene Firmware unterschieben. Die Frage ist nur "Was soll so ein Türmodul schon groß anders machen?"
      Anders machen könnte ein Türmodul zum Beispiel eine Spiegelabsenkung light. Also die Ausrichtung des Spiegels rein über X-Sekunden nach unten. Voraussetzung: Das Modul erkennt die Endstellung (etwa über höhere Stromaufnahme des Motors).
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      Go4IT schrieb:

      Wozu das Relais oben rechts dient hab ich noch nicht rausgefunden.


      Vorschlag: Das ist ein Relais mit 2 Weschel-Kontakten, s. S 4 des Datasheet
      Da drängt sich mir gedanklich die Umschaltung des FH-Motors auf.
      Gruß aus Erfurt

      Schon der dritte Ford und der Fahrer wird nicht schlau draus!

      Spike1985 schrieb:

      Anders machen könnte ein Türmodul zum Beispiel eine Spiegelabsenkung light. Also die Ausrichtung des Spiegels rein über X-Sekunden nach unten. Voraussetzung: Das Modul erkennt die Endstellung (etwa über höhere Stromaufnahme des Motors).

      Das Modul kann durchaus das R-Signal empfangen und könnte darauf reagieren. Einen Spiegelmotor mit Sensoren und den durchgeführten Leitungen vorausgesetzt, könnte es die Positionswerte im EEPROM speichern und beim Rückwärtsgang anfahren. Es würde mich fast nicht wundern, wenn dieses Eeprom der Speicher für Spiegel und Sitzposition bei Fahrzeugen mit Memory ist.

      Erfurter schrieb:

      Vorschlag: Das ist ein Relais mit 2 Weschel-Kontakten, s. S 4 des Datasheet Da drängt sich mir gedanklich die Umschaltung des FH-Motors auf.

      Jab, das klingt logisch. Konnte ich bislang nicht prüfen, da das Modul noch nicht mag. Kein Wunder, hab keinen Spiegel dran ;) Werde ich die Tage aber mal nachholen und hoffentlich will das Teil dann auch.

      Go4IT schrieb:

      Es würde mich fast nicht wundern, wenn dieses Eeprom der Speicher für Spiegel und Sitzposition bei Fahrzeugen mit Memory ist.


      Eher unwahrscheinlich. Da nicht benötigte Bauteile nicht bestückt sind wäre das ein Widerspruch. Die aktuelle Position der Spiegel wird auf dem CAN Bus gesendet, wofür wenn der Speicher im Modul ist? So weit ich weiß gehen die Einstellungen beim abklemmen der Batterie verloren, das spricht eher für Flash als für EEProm. Für die Memory Sitze gibt es ja noch ein extra Modul im Fahrersitz.
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      Die CCC wird ins BCM (und IPC) eingespielt, nicht ins Modul selbst. Unklar ist noch, wie das Modul die für es relevanten Parameter daraus ermittelt. Da bin ich derzeit auf der Suche. Es gibt DTCs die darauf hindeuten, das sich das Modul diese Info vom BCM "anfordern".

      Wie und wann ist aber noch völlig unklar. "Sehen" konnte ich in meinen CAN Traces davon bislang jedenfalls nichts. Ist ja fast wie beim Yeti... ;)